Neue Ausstellung "Bild Schrift Codes" im Deutschen Museum

WOWOBAU spendet Bautafel an Deutsches Museum

Bautafel MeinAubing3 zwischen zwei Bäumen
Das Objekt der Begierde: Unsere Bautafel von MeinAubing3 stand bis Anfang 2019 in der Aubing-Ost-Straße.

In der neuen Ausstellung "Bild Schrift Codes" des Deutschen Museums hängen nun auch Ausschnitte einer WOWOBAU Bautafel. Eine Bautafel im Museum? Exakt!

Doch von Anfang an:

Diese zuerst unscheinbare Anfrage einer Mitarbeiterin des Deutschen Museums landete in unserem E-Mail Postfach:

"Das Deutsche Museum wird im Rahmen seiner Zukunftsinitiative derzeit in großem Umfang als Gebäude saniert und bringt auch den größten Teil seiner Ausstellungen auf den neuesten Stand. Die Ausstellung »Bild – Schrift – Codes« auf rund 1000 qm ist als Teil der Dauerausstellung konzipert und soll 2020 eröffnen.

Als ein besonderes Exponat planen wir dafür eine Bild-Gruppe mit Planen/Tafeln von Neubauprojekten, wie sie an Baustellen zu sehen sind. Dabei geht es um Präsentationen gehobener, urbaner Neubauvorhaben, die am Computer entworfen und mit Figuren illustriert sind. Solche Ausschnitte möchten wir gerne in der Ausstellung »Bild – Schrift – Codes« zeigen, weil in dieser neuen Phase des Bauens damit ganz neue, ideale Bilder vom Wohnen und Leben in der Stadt geschaffen werden und sich auch der urbane Raum selbst dem folgend verändert.

Bei der Recherche schon vor einiger Zeit ist uns Ihr Projekt "Mein Aubing 3" aufgefallen. Mittlerweile hat sich auf der Baustelle ja einiges getan, ich hänge Beispielbilder von der Recherche an.

So möchten wir gerne anfragen, ob Sie diese gebrauchte und nun nicht mehr genutzte Tafel aufbewahrt haben (oder eine vergleichbare) und dem Deutschen Museum zur Verfügung stellen würden?"

Diese Bildausschnitte der besagten Bautafel schickten wir nun zurück ans Deutsche Museum und fühlten uns geehrt, dass wir mit einer Bautafel im Deutschen Museum "verewigt" werden sollten. Und noch dazu eine, die bereits 2 Jahre auf dem Buckel hatte. Innerhalb von 2 Jahren hatte sich die Qualität der 3D-Visualisierungen um einiges gesteigert und die Renderings waren mittlerweile um so vieles realitätsgetreuer und fotorealistischer, dass man teilweise zweimal hinsehen musste, um zu erkennen, ob es sich um ein Foto oder um ein Rendering handelte.

Nun gut, in einem Museum stört das sicher weniger und bei diesem Exponat ging es ja nicht darum, den Verkauf einer gehobenen Eigentumswohnung voranzubringen, sondern um Ruhm und Ehre! Schon 2020 sollte die neue Ausstellung eröffnen. Wir ließen also besagte Ausschnitte der Bautafel ans Deutsche Museum liefern und warteten auf eine Info, wann die Ausstellung denn nun eröffnen würde.

Doch ach, Corona Corona... es gab eine Verzögerung von schlappen 2 Jahren und einen Wechsel der Ansprechpartner. Und endlich, 3,5 Jahre nach der Anfrage wurden wir zu einer internen Eröffnungsfeier für Sponsoren und Leihgeber eingeladen und durften unsere Bautafel-Ausschnitte live und vor Ort bewundern.

Dieser Text befindet sich auf der Stele:

Stadtbilder mit Kunstfiguren

Neubauten werden meist am Computer entworfen und sind auch gestalterisch dadurch geprägt. Damit Ankündigungen gehobener Immobilienprojekte belebt wirken, werden sie mit Figuren illustriert.

Die Figuren, die dabei makellose Stadtlandschaften bevölkern,. sind meist weiß und schlank, im Business-Outfit oder sommerlich gekleidet, sie telefonieren, schlendern, schauen, machen Pause. Selten sind Menschen abgebildet, die Einkäufe schleppen, die Straße kehren oder müde von der Arbeit kommen.

Das schafft bestimmte Zukunftsbilder vom Leben in der Stadt und bildet einen Teil der Wirklichkeit ab: In Städten wie München ist es für immer mehr Menschen schwierig, eine bezahlbare Wohnung zu finden.

Vater mit Kind auf Schulter vor Neubau
Auch hier: Ein Vater mit Kind auf den Schultern vor unserer Neubau-Visualisierung von STADTGARTEN1

Es ist uns eine Ehre, das Deutsche Museum mit unserer Bautafel als Exponat zu bereichern. Ja es stimmt, dass die Visualisierungen (und vor allem die Figuren, die hineinretuschiert werden) nicht die Realität abbilden, sondern ein bestimmtes Bild schaffen sollen vom zukünftigen Leben im neuen Wohneigentum. Ein Idealbild, das so viele potentielle Käufer wie möglich ansprechen soll. Und dennoch achten wir seit der Anfrage 2019 darauf, auch mal einen Vater abzubilden, der sein Kind auf den Schultern trägt. Eine Mutter, die entnervt 2 Kinder hinter sich herzieht, oder einen älteren Herren mit Dackel, der abends eine Runde um den Block dreht.

Schauen Sie doch bei der nächsten Illustration einmal genauer hin, welche Personen abgebildet sind und in welcher Situation. Sind es wirklich nur Anzugträger im Schlendergang mit Telefon am Ohr? Oder machen sich die Illustratoren mittlerweile mehr Gedanken, wen und wie sie jemanden in Gärten, Straßen und auf Balkone der schicken Neubauten einbetten?

Viel Spaß beim Entdecken!

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